Kennzeichnung KI-generierter Inhalte in imc Express
„Müssen wir mit imc Express erstellte Inhalte als KI-generiert kennzeichnen?"
Sie müssen nichts selbst einbauen. imc Express weist die Nutzung von KI automatisch aus. Einstellen können Sie lediglich, ob zusätzlich ein sichtbarer Hinweis auf der Startseite erscheint.
Was imc Express automatisch kennzeichnet
- Metadaten in allen Ausgaben. Jeder mit KI erstellte Inhalt trägt einen maschinenlesbaren Herkunftsvermerk – in der Web-Auslieferung ebenso wie im SCORM-Paket, im PDF-Export und in der barrierefreien Ausgabe. Der Inhalt ist damit technisch als KI-gestützt erkennbar, ohne dass die Darstellung verändert wird.
- KI-Bilder. Mit KI erzeugte Bilder werden am Bild selbst gekennzeichnet.
- Alle Ausgabeformate, auch die barrierefreie Ausgabe. Der Hinweis auf die KI-Nutzung steht auch im Textkanal – dort, wo Screenreader ihn vorlesen. Er ist nicht nur visuell vorhanden.
Was Sie einstellen können
In den Projekteinstellungen schalten Sie den sichtbaren Hinweis auf der Startseite ein oder aus. Wir empfehlen, ihn eingeschaltet zu lassen: Er kostet nichts und beantwortet die Frage Ihrer Lernenden, bevor sie gestellt wird. Die Kennzeichnung in den Metadaten und an KI-Bildern bleibt davon unberührt.
Warum dieses Setup ausreicht
Eine sichtbare Kennzeichnung von KI-generierten Texten verlangt der EU AI Act nur, wenn diese veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren (Art. 50 Abs. 4) – und selbst dann nicht, wenn der Text inhaltlich von einem Menschen geprüft wurde und eine Person die redaktionelle Verantwortung trägt. Genau so ist imc Express aufgebaut: Kein KI-Vorschlag wird ohne Ihre Freigabe veröffentlicht. Eine rein formale Kontrolle (etwa nur Rechtschreibung) genügt dafür allerdings nicht.
Für Bilder greift die Kennzeichnungspflicht bei fotorealistischen Darstellungen – auch dann, wenn die abgebildete Person oder der Ort frei erfunden ist. Diesen Fall deckt imc Express automatisch ab.
Bei der Sprachausgabe besteht keine Kennzeichnungspflicht. imc Express setzt ausschließlich synthetische Stimmen ein, die keine real existierende Person nachbilden; Voice-Cloning und das Hochladen eigener Stimmproben sind nicht möglich. Die Deepfake-Definition des AI Act ist damit nicht erfüllt.
Die maschinenlesbare Markierung ist eine Pflicht des Anbieters, nicht Ihre – imc erfüllt sie.
Was in Ihrer Hand bleibt
Die fachliche Entscheidung. Airis macht Vorschläge – welche davon Lerninhalt werden, bestimmen Sie. Genau das ist der Grund, warum für Ihre Texte keine Kennzeichnungspflicht entsteht: Am Ende steht immer das Urteil einer Person, die das Thema kennt. Und es ist derselbe Grund, aus dem Ihre Kurse fachlich tragfähig sind.
Sie behalten damit die inhaltliche Hoheit – über Formulierung, Tiefe und darüber, was in Ihrer Organisation gilt.
Diese Information gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.